Apple in der Cremerie de Paris
1995 eröffnete die Cremerie de Paris ein avantgardistisches Internetcafé. Einige Amerikaner nutzten das Web bereits, während die meisten Hotels in Europa noch nicht ans Netz angeschlossen waren. Diese Verbindung brachte amerikanische Touristen ins Café — und einige von ihnen waren Menschen, denen man nicht alle Tage begegnet.
Im September 1999 versuchte ein dynamischer Besucher aus Kalifornien, der Cremerie de Paris einen wunderschönen, brandneuen durchscheinenden Computer zu verkaufen: den Apple iMac G3. Die Fotos des Computers waren atemberaubend, doch das Café war in einer Sony-Umgebung aufgewachsen — eng verbunden mit Akio Morita, dem Mitbegründer von Sony — und wollte keine andere Marke in seiner Nähe. Außerdem war das Geld sehr knapp, denn es gab noch nicht genügend Kunden, die das Web nutzten.
Zwei Tage später kehrte derselbe Mann mit einem grünen Apple iMac G3 in den Händen zurück und schlug ein Geschäft vor: „Wenn ich Ihnen diesen ikonischen Computer schenke, würden Sie ihm einen schönen Platz in Ihrem Café geben?“ Das war ein Angebot, das die Cremerie de Paris nicht ablehnen konnte.
Das Gespräch mit ihm war faszinierend. Es kam auf Dotcom-Domains zu sprechen, und er riet dringend davon ab, jemals Namen mit Bindestrichen zu registrieren (domain-with-dash-signs.com): „Diese werden bald veraltet wirken, denn für mobile Geräte wie Telefone kommen neue, vereinfachte Tastaturen … In einigen Jahren werden die meisten Menschen über das Telefon im Web unterwegs sein.“
Ein Vierteljahrhundert später, während der Olympischen Spiele 2024 in Paris, gab eine Fassadenrenovierung gegenüber der Cremerie de Paris N°6 Platz für riesige Werbetafeln frei. Apple kam mit einer wunderschönen iPad-Werbetafel vorbei, die eine Zeichnung von Simon Landrei zeigte. Während das Plakat angebracht wurde, sagte jemand von Apple zum Betreiber der Cremerie de Paris: „Sie sind einer der wenigen Menschen in Frankreich, die Steve Jobs kannten.“
Das kam überraschend — denn damals, 1999, hatte die Cremerie de Paris nie bemerkt, dass der Mann, der mit dem Computer vorbeigekommen war, Steve Jobs selbst gewesen war. Solche Geschichten passieren rund um die Cremerie de Paris: Es ist ein Ort mit viel Magie, an dem ständig die unterschiedlichsten Menschen zusammentreffen. Apple kehrte mit 5 weiteren Werbetafeln zurück, eine kultiger als die andere.
- 📢WasApple-Werbetafeln — iPhone 16 & iPad — hoch über der Cremerie de Paris aufragend.
- 📍WoCremerie de Paris N°6 · 12 rue de la Ferronnerie, 75001 Paris
- 📅WannOlympische Spiele Paris 2024 & Weihnachten 2024
- 🚊AnfahrtChâtelet–Les Halles (RER A·B·D, M1·4·7·11·14), Ausgang N°1 Marguerite de Navarre
- ✨Wussten Sie schon?Ein Ort, der mit dem Kind Ludwig XIV., mit Coco Chanel und mit dem ersten Pariser Internetcafé verbunden ist — wo einst Steve Jobs vorbeikam.
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Die Apple-Werbetafeln waren so schön, dass sie Teil der Geschichte der Cremerie de Paris wurden
Wenn ein Pop-up-Store der Cremerie de Paris gut gemacht ist, entsteht dabei etwas Einzigartiges. Die Ausstellung wird Teil der Geschichte eines Wahrzeichens, das ein Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft ist — derselbe Ort, an dem jeder Bourbonenkönig Frankreichs durch den Innenhof des VB (Hôtel de Villeroy-Bourbon) schritt, war zur allerersten Morgendämmerung des Internets ein avantgardistisches Internetcafé. Der Apple Pop-up-Store wird weiterhin von der Startseite von VB.com aus bewundert — der einzigen „Zwei-Buchstaben-Dotcom“ der Welt, die mit einem Pop-up-Store-/Museumsstandort verbunden ist. So wird Apple zu einer Online-Touristenattraktion auf einer renommierten „Visit“-Tourismus-Website. Internetnutzer und Paris-Liebhaber werden das Apple-Ereignis über die Zeit hinweg immer wieder entdecken.